Die Veden

Rig Veda

 

Zusammen mit der Schöpfung wurden Gesetzmäßigkeiten geschaffen, die ein Leben in Harmonie, Wohlstand und Frieden auf Erden gewährleisten. Das Wissen darüber wurde einst von weisen Rishis (Sehern) gehört und mündlich überliefert, bis es in Schriftform festgehalten wurde – die Veden entstanden. Sie sind in der Sanskritsprache übermittelt und verfasst. Das Wort Veden stammt von der Sanskritwurzel „Vid“ und bedeutet Wissen.

Die insgesamt vier Bücher der Veden gelten als der älteste der Menschheit bekannte Wissensschatz und sind ein weltweites Erbe. Die vedischen Hymnen wurden 2003 von der UNESCO in die Sammlung der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen und 2008 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit übernommen.

In den Veden und der vedischen Literatur stehen tief greifende Geheimnisse zu allen Vorgängen des Lebens. So werden verschiedene Wissenschaftszweige behandelt, wie Menschheitsgeschichte, Physik, Medizin (Ayurveda), Biologie, Astronomie, Mathematik, Soziologie, Psychologie und Philosophie. Es werden die Elemente und verschiedene Arten von Energien beschrieben und auch ein Weg für das harmonische Wirken von Elementen und Energien. Darüber hinaus finden sich ethische und moralische Grundlagen, bis hin zu einem richtigen Umgang mit höheren Kräften und nicht zuletzt die rechte Hinwendung zu Gott.

Die vedische Wissenschaft beruht u. a. auf dem Wissen, dass alles Geschaffene letztendlich auf Schwingungen basiert und miteinander verbunden ist. Dadurch ist es möglich, durch die richtige Resonanz auf alles einen positiven Einfluss zu nehmen. Einen großen Stellenwert nehmen hier die Feuertechniken (Homa, Yagna) ein. Feuer diente schon immer als Mittler zwischen dem Menschen und den höheren Kräften, von denen unser Wohlergehen abhängig ist.

Bereits im ersten Vers des ersten Buches (Rig Veda) kommen die Begriffe „Agni“ und „hotaram“ vor, wie wir sie vom Agnihotra her kennen. Die Feuerrituale werden jedoch nicht beschrieben, wie wir das von einer technischen Anleitung kennen. Die Veden sind vollständiges Wissen. In Form von Klang sind sie die Strukturen des Bewusstseins und der Schöpfung und entspringen einem hohen Bewusstsein mit höchster Ethik. Die Überlieferung der hohen Schwingung steht im Vordergrund. Die Veden können und sollten nur von Menschen mit einem entsprechenden Bewusstsein auf unsere praktische Ebene vermittelt werden. So ist es auch verständlich, dass der von Shree gegebene Fünffache Pfad als Quintessenz der Veden nicht als theoretische Anleitung, sondern als ein Weg der Praxis gegeben wurde.

 

 

अग्निमीळे पुरोहितं
यज्ञस्य देवम् ऋत्विजं
होतारं रत्न धातमम्

 

Veden und Mantras

Die Schriftzeichen des Sanskrit entsprechen den Lauten, die ein menschlicher Mundraum hervorbringen kann. Sie sollen eine möglichst korrekte Wiedergabe der Klänge gewährleisten. Bei den Mantras steht der Klang im Vordergrund, mit dem bewusst hohe Schwingungen erzeugt werden. Bei einer Übersetzung reduziert sich die Bedeutung auf das individuelle Verständnis und den jeweiligen Bewusstseinszustand, wogegen die Schwingung auf das ganze Wesen wirkt, gleich ob Mensch, Tier, Pflanze oder Stein.

Die Wiederbelebung der Veden und von Agnihotra

 

Vor Tausenden von Jahren wurden Feuerzeremonien (in Sanskrit Yagna oder Homa genannt) nahezu auf der gesamten Welt durchgeführt. Überlieferungen sowie Überreste von Feuertempeln zeugen davon, dass sie selbstverständlicher Teil spirituellen Lebens waren. Mit den Feuerzeremonien wurde u. a. die Achtung vor einer höheren Energie und Ordnung zum Ausdruck gebracht, in dem Wissen, dass diese für unser Wohlergehen maßgeblich sind.

Das Wissen um die Yagnas, aber auch viele weitere Hilfen und Gesetzmäßigkeiten wurden irgendwann aufgeschrieben – die Veden entstanden. Im Lauf der Zeit gerieten sie jedoch immer mehr in Vergessenheit.

Die Wiederbelebung der Veden war so außergewöhnlich, dass sie sich fast wie eine mythologische Erzählung liest:

Es war Anfang des vergangenen Jahrhunderts, als ein weiser Inder namens Bhao Saheb Shingavekar den Verfall des geistigen Lebens erkannte. Er wusste, dass die Abkehr von den ewigen geistigen Gesetzmäßigkeiten letztendlich zu katastrophalen äußeren Verhältnissen führen würde. Um eine Wendung herbeizuführen, bedurfte es seiner Meinung nach eines göttlichen Wesens, welches wiederum eine besonders reine Mutter benötigte. So begann er mit der intensiven Rezitation des Gayatri-Mantras, welches er über zwei Millionen Mal wiederholte. Da erschien ihm göttliches Licht in Form der hohen Wesenheit Gayatri und versprach, als seine Tochter geboren zu werden. Gayatri gilt auch als Mutter der Veden. Etwa ein Jahr später kam ein Mädchen zur Welt und erhielt wegen seiner goldenen Ausstrahlung den Namen Sonamata (Sona = Gold).

Im entsprechenden Alter wurde Sonamata mit Laxman Rajimwale vermählt. Beide widmeten ihr ganzes Leben geistigen Übungen und dem Dienst am Nächsten. Sonamata wurde in einer Vision mitgeteilt, dass sie dem „Licht des Universums“ das Leben schenken würde. Am 17.5.1918 kam ihr Sohn zur Welt und wurde „Gajanan“ genannt – später bekannt als Param Sadguru Shree Gajanan Maharaj (sprich: Schri Gadschanan Maharadsch, meist kurz Shree genannt).

 

Shree Agnihotrapot

 

Bereits im Alter von 7 Jahren begann Shree mit intensiven geistigen Disziplinen, welche er ein Leben lang beibehielt. 1944 erkannte er durch eine Vision, dass das Wissen um die ewigen geistigen Gesetzmäßigkeiten, wie sie in den Veden verankert sind, am Absterben war. Daraufhin leistete er den Eid

„Ich werde die Veden wiederbeleben.“

Nach seinem Eid offenbarten sich ihm 5 Richtlinien, welche die Quintessenz der Veden auf einfache, für jeden durchführbare Weise beinhalten. Später wurden sie als „Fünffacher Pfad“ bezeichnet. Eine dieser Richtlinien ist Yagna (Yajῆa). Es ist ein Oberbegriff für Feuerzeremonien, von denen Agnihotra die grundlegende ist.

Durch sein Hiersein und die geistigen Disziplinen schaffte Shree die notwendige Energie, damit sich dieses Wissen verbreiten konnte. Schon bald fanden sich Menschen ein, welche an die praktische Umsetzung herangingen. So kam 1954 Herr Mahanubhav Madhavji Potdar (1915 – 1974), der allgemein Potdarsaheb genannt wurde, zu Shree. Auf seine Anweisung führte am 22.2.1963 ein Priester mit Namen Shri Hiralal Sharma das erste Agnihotra in der Form durch, wie es heute weltweit bekannt ist.

Potdarsaheb begann mit der Verbreitung und veranlasste erste wissenschaftliche Forschungen zu Agnihotra mit spektakulären Ergebnissen. Es wurde der bakteriostatische Effekt festgestellt, die stressmindernde Wirkung gemessen, der positive Einfluss auf Landwirtschaft, Gesundheit, Psyche bestätigt u. v. m.

Die weltweite Verbreitung geschah ab 1972 durch Shri Vasant Paranjpe (1921 – 2008). Shree beauftragte ihn, seine Worte an alle Menschen der Welt weiterzugeben. Von da an reiste Shri Vasant bis fast an sein Lebensende auf alle Kontinente der Erde und erlebte dabei die stete Führung durch Shree.

Auf diese Weise wurde er 1974 auch nach Deutschland zu Horst Heigl geführt, der daraufhin sogleich zu Shree reiste. Einige Jahre später erhielt Horst von Shree den Auftrag, Menschen im Fünffachen Pfad zu schulen, was er zunächst privat, später am Homa-Hof Heiligenberg tat. So wurde der Homa-Hof zu einem Zentrum für die Verbreitung von Shrees Werk.

Weitere Informationen:

Das Leben und Wirken von Shree ist so außergewöhnlich und beachtenswert, dass wir dafür eine eigene Internetseite erstellt haben:
param-sadguru-shree-gajanan-maharaj.com

Über die Wirkstätten von Shree entstanden auch zwei Bildbände „Akkalkot“ und „Shivapuri“, welche sich ausführlich seinem Leben und Werk widmen.

Der Fünffache Pfad

 

In einer Zeit, in der die verschiedenen Religionen oftmals wie unüberbrückbare Gegensätze erscheinen, wurde der Fünffache Pfad als eine Hilfe gegeben, durch welche eine weltweite Verbindung und Verständigung entstehen kann. Die Richtlinien des Fünffachen Pfades wurden Shree als Quintessenz der jahrtausendealten Veden offenbart und finden sich mit Ausnahme der Yagnas im Kern jeder Religion wieder.

Wenn wir uns auf diese Grundprinzipien konzentrieren, ist es möglich, damit die heute herrschenden Gegensätze zu überbrücken und gemeinsam eine bessere Welt zu schaffen. Die Feuertechniken (Yagnas) können ein Verbindungsglied sein, um gemeinsam unseren Planeten zu reinigen und zu heilen.

 

Agnihotra

 

1. Yagna (Sanskrit: yajña, Feuertechniken)

Reinigung der Atmosphäre im sichtbaren wie im unsichtbaren Bereich mithilfe von Feuer

Um zu leben, brauchen die Lebewesen auf der Erde Luft, Wasser und Nahrung. All dies ist zurzeit oft verschmutzt, was eine Ursache für viele Krankheiten ist.

In den Veden ist nicht nur das Gebot der Reinhaltung unserer Lebensgrundlagen verankert, sondern auch, wie eine zusätzliche Reinigung möglich ist. Sie betrifft in erster Linie unsere Atmosphäre, womit ebenfalls deren feinstofflicher Aspekt gemeint ist, welcher Einfluss auf unser Gemüt hat.

Diese Reinigung ist mithilfe von Feuer möglich. Feuertechniken waren einst über den gesamten Globus verteilt. Deren korrekte Durchführung war jedoch nicht mehr gegeben, weshalb sie abgeschafft wurden oder in Vergessenheit gerieten.

Shree sorgte dafür, dass die reinen, ursprünglichen Feuertechniken (Yagna, Homa) wieder eingeführt wurden. Deren Wirkungsweise gründet auf dem Gesetz der Resonanz:

Heile die Atmosphäre und die Atmosphäre heilt dich.

Das grundlegende Yagna ist Agnihotra; es wird zu Sonnenauf- und Sonnenuntergang durchgeführt. Yagnas sind ein einziger Segen für uns und unsere Umwelt.

 

Daan

 

2. Daan (Sanskrit: „dāna“, rechtes Schenken)

Teilen von materiellen Gütern mit anderen Menschen in der inneren Haltung der Demut

Die Verhaftung an Materielles und die Anhäufung von Besitz lassen uns manchmal vergessen, dass jede Materie nur eine Leihgabe auf Zeit ist. Um uns daran zu erinnern, gibt es ein einfaches Mittel: das Teilen mit anderen! Für ein rechtes Geben sollte man die Haltung vertreten, dass der Empfänger der Größere ist, weil er unsere Gabe annimmt. Am besten schenkt man im Verborgenen, ohne Dank oder Gegenleistung dafür zu erwarten, und gerne auch ohne Anlass. Das „Almosen-Geben“ ist in nahezu allen Religionen verankert.

Durch das Praktizieren von Daan wird ein geistiges Prinzip beachtet: Geben und Nehmen kommen ins Gleichgewicht! Ein spielerischer, von Freude erfüllter Umgang mit der Materie wird möglich und es kann der Armut entgegengewirkt werden. Wenn Daan richtig praktiziert wird, macht es innerlich von materiellen Dingen frei und unabhängig.

 

Tapa

 

3. Tapa (geistige Disziplinen)

Oberbegriff für geistige Übungen und Disziplinen, mit denen Gemüt und Verstand trainiert werden, um auf alle Begebenheiten des Lebens mit Liebe zu reagieren.

Mit Tapa werden Übungen bezeichnet, die es uns erleichtern, unser Ziel zu erreichen. Dazu ist es notwendig, Willen und Gemüt zu stärken. Das Durchbrechen festgefahrener Gewohnheiten oder ein zeitweiliger Verzicht auf Genussmittel kann dazu sinnvoll sein. Was zunächst schwerfällt, sorgt später für innere Stärke. Je freier wir von seelischen und körperlichen Umständen sind, desto wohler fühlen wir uns und umso einfacher wird die Hinwendung zu Gott.

Zu Tapa-Übungen zählen auch geistige Disziplinen, wie Versenkung in die Stille und Meditation, Gebet und Rezitieren von Mantras. Durch Tapa können wir unsere Schwächen in Stärken verwandeln und unser Gemüt zunächst kontrollieren, später jedoch in einen Zustand versetzen, in dem ein ständiges Glücklichsein möglich ist.

 

Karma

 

4. Karma (rechtes Handeln)

Karma, ein Begriff für das kosmische Gesetz von Ursache und Wirkung:

„Du erntest, was du säst.“

Es beinhaltet, dass jeder Gedanke, jedes Gefühl und jedes Handeln eine entsprechende Reaktion nach sich zieht und wir unser Schicksal selbst formen. Alles in Demut und mit Liebe für Gott zu tun und nicht an den Ergebnissen zu hängen, kann von den negativen Wirkungen unseres Handelns befreien.

 

Svadhyaya

 

5. Swadhyaya (Selbststudium)

Studium des Selbst: Wer bin ich? Streben nach der Erkenntnis der wahren, göttlichen Natur des Menschen

Durch Selbststudium ist ein ehrliches und aufrichtiges Leben möglich. Weniger gute Eigenschaften können erkannt und geändert werden. Das Studium heiliger Schriften und Übungen der Stille helfen, die Wahrheit besser zu erkennen. Um Swadhyaya zu praktizieren, kann ein geistiger Lehrer eine große Hilfe sein.

Erkenntnis und tiefstes Wissen liegen jenseits von Worten und können nur erfahren werden.

 

Shree:„Das Verständnis und die Befolgung des Fünffachen Pfades führen zu einer Veredelung aller geschaffenen Wesen und zur Harmonie.“

 

Der Text auf dieser Seite stammt von der Internet-Seite param-sadguru-shree-gajanan-maharaj.com, die dem besonderen Leben und Wirken von Shree gewidmet ist.

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Horst Heigl

Initiator und Leiter des Homa-Hofes Heiligenberg

 

Param Sadguru Shree Gajanan Maharaj* und Horst Heigl

Shree und Horst1jpg

 

Shri Vasant V. Paranjpe** und Horst Heigl 1989

Horst und Vasant

 

*   Param Sadguru Shree Gajanan Maharaj
    sprich: Schri Gadschanan Maharadsch

** Shri Vasant V. Paranjpe
    sprich: Schri Vasant V. Paranschpe

 

Es war im Jahr 1974, als Horst Heigl als Erster in Deutschland von Agnihotra erfuhr. Damals war von den vielfältigen Wirkungen kaum etwas bekannt. Der Überbringer des Wissens, Shri Vasant Paranjpe**, strahlte jedoch eine solch außergewöhnliche Demut und Aufrichtigkeit aus, dass Horst das Gehörte sogleich in die Praxis umsetzte. Kurz darauf reiste er zu Shree*, der Agnihotra wiederbelebt hat. Diese erste Begegnung war so eindrucksvoll und berührend, dass 32 weitere Reisen zu ihm folgten. 1976 wurde Horst von Shree beauftragt, Menschen um sich zu sammeln und ihnen vom Fünffachen Pfad zu erzählen. Dies war der Beginn von Horsts lebenslanger Aufgabe, der er sich bis heute unermüdlich und mit ganzem Herzen widmet.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Horst bereits ein bewegtes und ereignisreiches Leben hinter sich.

Am 11.03.1936 in Berlin geboren, erlebte er eine von Krieg und Nachkriegszeit erschütterte Kindheit mit all ihren negativen Auswirkungen. Dies nährte in Horst eine große Sehnsucht nach Liebe und Frieden, vor allem aber suchte er Gott. So kam es, dass er insgesamt 12 verschiedene Glaubens- und Religionsgemeinschaften durchlief, jedoch kam er dadurch Gott nicht wirklich näher.

Die Wende geschah, als er mit Yoga in Berührung kam und einige Zeit später das erste Mal nach Indien reiste. Von Paramahansa Yoganandas Nachfolger Swami Hariharananda erhielt er eine persönliche Einweihung in Meditationstechniken. Hier erlebte er das erste Mal eine tiefe Gottverbundenheit und erfuhr, mit welchen Übungen dies erreicht werden kann.

Zu dieser Zeit hatte er beruflich eine Laufbahn als technischer Zeichner hinter sich, später erwarb er den Abschluss als Techniker. Seine Arbeit als Werkzeugkonstrukteur und später Konstrukteur für Maschinenbau erfüllte ihn auf keine Weise. Als sein Yoga-Lehrer ihn nach intensiver Ausbildung beauftragte, Hatha-Yoga zu unterrichten, wagte er 1971 den Ausstieg aus seiner gesicherten beruflichen Karriere und war von da an als erster hauptberuflicher Yogalehrer Deutschlands tätig. Bald darauf erhielt er von Swami Hariharananda den Auftrag, Meditationstechniken (Kriya-Yoga) weiterzugeben. Etwa 20 Jahre lang unterrichtete Horst als Referent an Volkshochschulen und auch privat in Süddeutschland, wodurch er Tausenden von Interessierten einen Zugang zum Hatha-Yoga und zur Meditation ermöglichte.

Fast alle Stufen der Meditation hat er durchlaufen, faszinierende Erlebnisse und Visionen erfahren und ist dadurch zu der Erkenntnis gekommen, dass der höchste Bewusstseinszustand, der durch Meditation erreicht werden kann, noch nicht das Ende des menschlichen Entwicklungsweges bedeutet. Erst das tägliche Feilen am eigenen Ego, dem sogenannten „kleinen Ich“, bringt uns dem Licht dauerhaft näher.

Dieses Wissen findet sich auch im Fünffachen Pfad wieder. Als 1988 auf Horsts Initiative der Homa-Hof Heiligenberg gegründet wurde, legte er großen Wert auf die Umsetzung aller fünf Richtlinien. Durch seine umfassende Erfahrung und tiefen Erkenntnisse ist er eine große Hilfe für alle Suchenden. Mit Liebe, Geduld und enormem Einsatz ist er für die Menschen da und gibt immer wieder lebenspraktische, seelische und geistige Hilfen und Anregungen zur Umsetzung im Alltag.

Um möglichst vielen Interessierten den Zugang zu diesem Wissen zu ermöglichen, gründete Horst 1987 den „Verlag Horst Heigl“. In seinen Büchern gibt er selbst erfahrenes Wissen weiter und zeigt nachvollziehbare Wege bis hin zum Erleben der höchsten Wirklichkeit auf. Einige seiner Bücher erschienen unter dem Namen „Lozynski“, dem früheren Nachnamen, den er 1990 durch Heirat in „Heigl“ änderte.

Schließlich setzte er auch seine große Liebe zur Musik um. Ursprünglich am Klavier zuhause, wählte er das Keyboard als Instrument, mit dem er Interpretationen oder eigene Kompositionen einspielte. Das Ziel war, eine möglichst hohe Schwingung in jedes Musikstück hineinzubringen, die sich auf den Hörer überträgt und sein Wohlbefinden erheblich zu steigern vermag. Horst sagte dazu:

„Wenn Musik die Seele emporhebt, sie zeitweilig loslöst vom irdischen Ballast, wirkt sie wie heilender Balsam."

Nach wie vor setzt sich Horst intensiv dafür ein, allen Menschen in seiner Umgebung hilfreich zur Seite zu stehen, wobei ihm Nächstenliebe und die praktisch gelebte Eucharistie (wandle alles ins Positive um) besonders am Herzen liegen. Er legt großen Wert auf die unverfälschte Weitergabe des Agnihotras und die Beibehaltung der Einfachheit des Fünffachen Pfades. Nur so ist der Pfad eine Hilfe für alle und jeden, ohne Unterschied von Glauben, Herkunft, finanziellem und sozialem Status.

Shree sagte 1976 über Horst: „Er ist Unser Mann!“

Über sein außergewöhnliches Leben und seine vielen Begegnungen mit Shree hat Horst ein autobiographisches Werk in 2 Bänden mit dem Titel „Erfüllte Verheißungen“ geschrieben. Es wurde 2018 zum 100. Geburtstag von Shree herausgegeben.

 

Birgitt Heigl

 

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Horst und Birgitt Heigl sind in ihrem gemeinsamen Leben und Arbeiten, der täglichen Routine und der Liebe und Fürsorge für die Homa-Hof-Gemeinschaft ein Beispiel für den Fünffachen Pfad. Sie sind das Verbindende und Beständige der fast 30 Jahre bestehenden Gemeinschaft. Wir verdanken ihnen die verlässliche, verantwortungsvolle Weitergabe des Wissens von Shree, ein Wissen, das das geistige und praktische Leben der Menschen auf eine erfreuliche, glückliche Ebene heben kann.

Seit Beginn 1987 ist Birgitt maßgeblich am Aufbau des „Verlag Horst Heigl“ beteiligt. Ihre sprachliche und künstlerische Begabung bringt sie vor allem bei der Bearbeitung und Gestaltung von Texten und Bildern ein. 2008 erschien ihr erstes Buch „Der kleine Fakir Namu und der Fünffache Pfad“.

Birgitt wurde 1965 in Mühldorf am Inn (Oberbayern) geboren. Sie wuchs im Allgäu auf, wo sie nach der Schulausbildung eine Lehre als Arzthelferin absolvierte. Im Jahr 1985 zog sie nach Überlingen am Bodensee. Hier besuchte sie bei Horst Hatha-Yoga- und Meditations-Kurse und erfuhr die Ausbildung zur Yoga-Lehrerin. Im Jahr 1990 heirateten sie und führen seither den Ehenamen Heigl. Seit Ende 1990 wohnen sie am Homa-Hof in Heiligenberg.

Von Kindheit an war Birgitt auf der Suche nach Gott. Erst durch die Hilfe ihres Mannes erfuhr sie, dass nicht die Religionszugehörigkeit, sondern das Maß an Gottesliebe entscheidend ist, wie sehr man sich Gott nähern kann. Jahrelange Yoga- und Meditationsübungen und eine intensive geistige Schulung durch ihren Mann brachten sie schließlich so weit, die Allgegenwart Gottes erfahren zu dürfen. Fast täglich kann sie die Wahrheit der Bibelworte erleben, die sinngemäß lauten: „Suche zuerst nach dem Reiche Gottes und alles andere wird dir zufallen.“

Ihren Eingebungen folgend, begann sie zu schreiben, zu zeichnen, zu malen – ohne irgendetwas davon je beruflich oder in Kursen gelernt zu haben. Doch da Gott allgegenwärtig und alles durchdringend ist, reicht es aus, sich intensiv an ihn zu wenden. Lässt man ihn durch sich wirken, so kann alles möglich werden.

In zwei Bänden mit dem Titel „Der Schauspieler in Seinem Dienst“ schildert Birgitt ihren Lebensweg auf der Suche nach Gott. Dabei kommen vor allem die ungewöhnlichen Schulungsmethoden von Horst zum Vorschein, der vergleichbar einem Schauspieler verschiedene Rollen einnahm, um ein eigenes Erleben zu fördern. Wichtige Lebensfragen werden beantwortet und viele praktische Beispiele für die Umsetzung des Fünffachen Pfads im täglichen Leben gegeben.

 

Homa-Hof

 

„Es sollten Plätze mit landwirtschaftlichen Flächen entstehen, an denen regelmäßig Homa-Feuer durchgeführt werden, damit die heilende Wirkung von Agnihotra auf Mensch, Tier und Pflanze sichtbar wird.“

Es waren etwa diese Worte, die Shri Vasant Paranjpe, der Agnihotra weltweit verbreitete, 1988 sprach. Wir waren ca. 50 Interessierte, die sich bei Horst Heigl versammelt hatten, um seiner Rede zu lauschen. Ein Ort zum gemeinsamen Praktizieren der Homa-Feuer klang verlockend, aber Land bewirtschaften? Niemand von uns hatte Ahnung davon, geschweige denn, dass es bisher jemand interessiert hätte.

Horst begann die Idee sofort aufzugreifen und wir ließen uns schnell begeistern. Noch im selben Jahr wurde ein Hof mit 20 ha Land gefunden. Zur Organisation, Bewirtschaftung und Finanzierung gründeten wir einen Verein, der im Bereich Umweltschutz als gemeinnützig anerkannt wurde und heute „Verein für Homa-Therapie“ heißt; den Hof nannten wir „Homa-Hof“.

Im Wohnhaus war nur Platz für 2 Familien, wir anderen fuhren in unserer Freizeit an den Hof, wann immer es uns möglich war. Die erste Hürde war die Organisation der täglichen Yagnas: das erste begann um 5 Uhr morgens, das letzte um 21 Uhr.

 

Yagna

 

Moehrenernte

 

Ohne große Kenntnisse begannen wir einen Teil der Felder zu bewirtschaften (12 ha wurden verpachtet). Wie staunten wir über die wunderbaren Ergebnisse! Damals stellte man sich unter „bio“ runzelige Äpfel mit einem Wurm in der Mitte vor, nicht handtellergroße, rotwangige Früchte mit glänzendem, festem Äußeren. Wir waren von der üppigen Ernte genauso erfreut wie die Kunden auf dem Wochenmarkt und konnten dort genügend Erlös erzielen, um langsam mit der Abzahlung des Hofes zu beginnen.

Die nächste große Herausforderung waren wir selbst. Es dauerte eine Weile, bis wir unsere Verschiedenartigkeit als Gewinn ansehen konnten. Maßgebend dafür war die große Hilfe von Horst, der mit seiner Frau Birgitt seit 1990 am Hof wohnt. Er hatte von Shree einst den Auftrag erhalten, Menschen im Fünffachen Pfad zu schulen, und der Homa-Hof war wie geschaffen für die praktische Umsetzung. Erst dadurch wurde deutlich, wie vielfältig und hilfreich diese Richtlinien sind und dass sie tatsächlich für ein Leben in Frieden, innerer Freiheit und großer Fülle ausreichen.

 

Besonderen Wert legte Horst stets darauf, dass wir nichts für selbstverständlich hielten, sondern uns immer wieder bei unserem Schöpfer bedankten und unser Bewusstsein auf ihn ausrichteten. Dies ist auch ein Grundgedanke bei den Yagnas, wir sollten ihn jedoch bei jeder Tätigkeit umsetzen, sei es beim Pflanzen, Jäten, Ernten oder bei Renovierungsarbeiten.

Zwischendurch trafen wir uns (und das tun wir auch heute noch) sehr gerne, um die Gemeinschaft zu pflegen, zusammen zu feiern, zu lachen, sinnvolle Gespräche zu führen, uns gegenseitig zu unterstützen. Nächstenliebe ist eine der höchsten Tugenden und Horst erstaunt uns noch heute, mit welcher Konsequenz und Feinheit er sie lebt und weitergibt.

Da viele von uns Ahnung von Meditation hatten, konnten wir leicht feststellen, wie sich die feinstoffliche Energie (Schwingung) immer mehr und in einem zusehends größeren Umkreis erhöhte. Der Homa-Hof wurde zu einem Kraftort, von dem diese Schwingung ausstrahlt.

 

Mittwochstreffen

 

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Schon bald wollten wir alle unsere vielen, wunderbaren Erfahrungen mit anderen teilen. So organisierten wir am Homa-Hof kostenlose Vorträge und Seminare, die immer beliebter wurden. Vor allem die „Homa-Landwirtschaft“ fand großen Anklang, denn bei den Pflanzen sind die Ergebnisse sehr schnell sichtbar und eine Einbildung ist nicht möglich. Sie sind sichtbare Beweise für die Wirksamkeit der Homa-Feuer.

Auch wenn es noch andere Hilfen und Methoden gibt, wenden wir diese am Homa-Hof nicht an. Damit gewährleisten wir, dass die Ergebnisse tatsächlich auf die Homa-Feuer zurückzuführen sind – dies ist wichtig, um eindeutige Aussagen machen zu können.

Es ist uns eine große Freude, zum Verbreiten der alten vedischen Weisheiten beitragen zu können. Durch die Yagnas wird ein harmonischer Kreislauf des Gebens und Empfangens geschaffen und sie helfen, die Natur und alles Leben wieder in einen Zustand der Harmonie zu bringen.

 

Viele der Gründungsmitglieder sind heute (nach 30 Jahren) noch dabei, die meisten davon konnten Shree, der Agnihotra für die heutige Zeit wiederbelebt hat, persönlich begegnen. So haben wir unsere Kenntnisse aus erster Hand! Wir wissen, welch ein Segen die von ihm gegebenen Richtlinien sind, in ihrer Klarheit und Universalität – mit unvorstellbar großer Wirkung auf allen Ebenen. Wir sehen den Fünffachen Pfad als verbindendes Glied zwischen Kulturen, Konfessionen und sozialen Schichten. Deshalb ist es uns auch wichtig, nichts hinzuzufügen, keine Bedingungen daran zu knüpfen und ihn in seiner Einfachheit zu bewahren. Am Homa-Hof erleben wir, wie unterschiedliche Charaktere mit verschiedenen Anschauungen zusammen Großes vollbringen können, wenn sie ein gemeinsames Ziel haben: den Willen, selbstlos unserer Welt zu helfen, mit allem, was darauf lebt; zunächst in kleinem Rahmen, der sich jedoch wie ein angenehmer Duft zunehmend ausbreitet. So hat es Shree einst beschrieben.

 

Brezelfruehstueck

 

Wir laden euch ein, uns zu besuchen, mitzumachen, zu helfen, zu lernen, selbst anzuwenden, weiterzugeben. Unter „Mitmachen“ haben wir verschiedene Möglichkeiten dazu aufgeführt. Wenn ihr euch bei uns zu Hause fühlt, es euch dabei innerlich und äußerlich besser geht, ihr neue Fähigkeiten erlangt und diese euer Leben positiv verändern, dann macht dies uns glücklich, zeigt es doch, dass sich unser Einsatz nicht nur für die Umwelt, sondern auch für unsere Mitmenschen lohnt. Herzlich willkommen.

In „Agnihotra Aktuell“ Nr. 3 und Nr. 7 erfahrt ihr mehr über unsere Gemeinschaft und in den Büchern „Der Schauspieler in Seinem Dienst“ sind Hintergründe zum Homa-Hof sowie die praktische Umsetzung des Fünffachen Pfades nachzulesen.

 

 

 

Homa-Hof-Familie Ostern 2019

Homa-Hof-Familie

 

Video Jahresrückblick Homa-Hof 2017